Tips zum Orakeln

 

Das Bewußtsein hinter dem Orakel ist nicht machtbesessen sondern weise

Es gelten die gleichen Gesetzmäßigkeiten wie bei jeder Kommunikation.

Einige behaupten, dass Orakel verärgert sind, wenn man mehrmals nachfragt oder sich nicht nach ihnen richtet.

Ich meine, das Bewustsein hinter dem Orakel wird über Macht- und Ehregedanken hinausgewachsen sein. Allerdings nicht über den Humor. Darauf solltest Du gefasst sein!

Wenn ich mich mit einem Menschen unterhalte, frage ich auch nach, ob ich alles richtig verstanden habe.

Ich selbst entscheide, ob ich mich danach richte oder nicht. Zumindest, wenn ich frei kommunizieren und handeln darf und nicht irgendwelche Machtaspekte und Zwänge berücksichtigen muss.

Wenn ich in meine Entscheidungen so etwas "windiges" wie ein Orakel einbeziehe, vielleicht sogar bei einer wichtigen Entscheidung, dann möchte ich auch ganz sicher sein, dass ich alles verstanden habe. Ich habe das Recht mich gründlich zu informieren, nachzufragen und auch woanders nachzufragen.

Wenn ich etwas nicht verstanden habe, kann ich erneut nachfragen, vielleicht mit einem ganz anderen Orakelsystem, um zusätzliche Beschreibungen und Hinweise zu bekommen.

Orakel sind mir mit der Zeit wie der Ratschlag oder Kommentar eines guten weisen Freundes meines Vertrauens geworden.

Das ganze Brumborium mit Räucherstäbchen und Ausbreiten von Seidentüchern, ein kleines Ritual rundherum, hier noch eine Götterstatue da noch ein Essenzchen versprühen soll nicht Deine Erbärmlichkeit und untertänigste Ehrfurcht dem Orakel gegenüber unterstreichen. Es sind Handlungen, welche Dich zur Ruhe kommen lassen und Dich einstimmen!

Die Orakel-Gesamtbildregel

Übertrage beim Deuten das ganze Orakel auf Dein Leben. Auch Einzelheiten im Orakel sind wichtig.

Erst, wenn ich alles, was in dem Orakel steht, auf mein Leben einfach und treffend übertragen kann und nichts übrigbleibt, daß nicht in das Bild paßt, habe ich die richtige Deutung.

Es besteht immer die Gefahr, irgendetwas an der Aussage auszuklammern, was Selbstbetrug wäre.

Das Orakel liefert ein ganz exakt und einfach übertragbares Bild. Es bemüht sich, sich klar auszudrücken mit dem ihm zur Verfügung stehenden Symbolen..

 

Die Märchenregel

Ich habe einmal erlebt, wie eine "unschöne" Karte ein wichtiger Hinweis wurde. In der Phase einer beruflichen Veränderung bekam ich einmal die Karte "Arbeit am Verdorbenen". In der Situation hatte ich eine neue Stelle in Aussicht gestellt bekommen und musste aus Termingründen die alte Stelle Kündigen ohne schriftliche Zusage des neuen Arbeitgebers. Das Risiko erschien mir gross. Da es sich bei der neuen Stelle allerdings um eine Reparaturtätigkeit handelte und ich "Arbeit am Verdorbenen" als Tip bekam - nichts anderes ist Reparatur im übertragenen Sinn - fasste ich mir ein Herz und welchselte. Alles ging reibungslos und ich war sehr zufrieden mit den neuen beruflichen Möglichkeiten.

Bedenke, wie verallgemeinernd die Orakelsymbole sind.

Ein Orakel ist wie eine vereinfachte Skizze oder wie ein Märchen. Die Orakelschrift kann nicht 1:1 übertragen werden. Es muß eine isomorphische Beziehung zwischem dem Orakel und der Wirklichkeit hergestellt werden.

Wir brauchen dafür unser analoges Denken.

Aus dem bösen Wolf wird dann im wirklichen Leben vielleicht der Chef oder die Schwiegermutter und aus der Tarotkarte Turm vielleicht ein Beziehungskrach..

Es gibt zum Beispiel die Tarotkarte "der Tod" oder "der Teufel". Bedenke, daß es nur 78 Tarotkarten gibt und diese Karte rein statistisch auf jede 78. Alltagssituation trifft.

Es ist eher so zu verstehen. WENN ich eine Situation durch eine Tarotkarte beschreiben müßte, dann würde diese Karte am besten passen im Sinne von 1:78.

Im Tarot sind viele sehr dramatische Karten. Es ist etwas anderes, wenn man jede Stunde eine Tarotkarte zieht, als wenn man sie einmal im Jahr zieht. Wir Menschen sterben nicht im üblichen Sinne alle 78 Stunden!

Dadurch, daß Orakel so wenige Symbole benutzen, können wir unseren Blick auf das Wesentliche richten und die Gesamtheit unseres Lebens erkennen.

 

Die Orakel-Verantwortungsregel

Ich habe einmal erlebt, wie eine vielgeliebte Stammkundin verschiedener Hellseherzelte in einer glücklichen Beziehung lebte. Bis ein Hellseher sinnegäss sagte, "Dein Freund liebt Dich nicht und es wird eh nicht mehr weiter funktionieren". Kaum zu glauben was da los war. Am selben Abend flog der ahnungslose Mann unter viel Gezäter und Geschreie aus der Wohnung.

Die Quittung für Dein Verhalten bekommst letztendlich DU, egal ob Du Deine Entscheidung mit dem Verstand oder der Intuition triffst.

Ein Zitat von "Hexe L." zum Thema alte Götter und Verantwortung:

"Die von mir verehrten Gottheiten haben alle einen Schatten: Der eine hat nur ein Auge, der andere gar keins, der Stärkste hat einen Splitter in der Strin, dem nächsten fehlt die rechte Hand, den Schönsten haben sie gleich ganz erschossen (Baldur - so ist das Leben), und die, die alles weiß, sagt nichts.........

Identität - welche auch immer: In Äußerlichkeiten läßt sie sich zwar ausdrücken, aber nicht dauerhaft verankern. Verantwortung. fürs eigene Geschick zu übernehmen, ist eine Fähigkeit, die ein inneres, höchst persönliches Wertgefüge vorraussetzt. Je tiefer es wurzelt, desto widerstandsfähiger ist es!!

Der "Sinn des Lebens" ist immer ein persönlicher! So wenig zu verallgemeinern wie ein Fingerabdruck. Den Sinn mußt Du dir schaffen - selbst! Immer! Wer Dir seinen als den Deinen anbietet, lügt; ein unveränderliches Kennzeichen von falschen Propheten!!

 

Die Orakel-Energieregel

Ich habe einmal erlebt, wie eines abends verschiedene Orakel gleichzeitig sagten, es gibt ein unabwendbares grösseres Übel, das schon fast da ist und ich könne nichts unternehmen. Das wollte ich nicht akzeptieren. Ich legte mich zum meditieren hin und irgendwann hatte ich eine Eingebung. Ich stand im Dunkeln auf, machte das Licht an und schaute auf einen bestimmten Punkt am Boden. Dort war eine riesige Kellerspinne. Ich nahm ein Glas, fing sie ein und entliess sie über Nachbars Hecke in die Freiheit. Danach sprachen die Orakel wieder konstruktiver mit mir. Die Meditation brachte mich ins Gleichgewicht und in die Lage mit einer klitzekleinen Handbewegung alles zu ändern..

Aleister Crowley, Autor des Buches Toth zum Crowley Tarot sagte einmal, daß nur der Magister Templi (zum göttlichen Bewustsein aufgestiegener Adept) befähigt ist, das Orakel richtig zu deuten. Darin liegt eine tiefe Wahrheit, aber sie lässt sich auch einfacher formulieren:

Die Antwort des Orakels und die Richtung deiner persönlichen Zukunft hängt von deiner Ebene des Bewustseins ab. Bist Du traurig, ängstlich, gierig, verärgert, wütend, voller Neid gibt es andere Wege und Zukunften für Dich, als wenn Du im Gleichgewicht, klar, mutig und voller Freude bist. .

Nun frage ich Dich, was für eine Antwort und was für eine Zukunft willst Du?

 

 

 

 

 


Siehe auch den ausführlichen Artikel über Orakel

 

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